Schaffensperioden

2008 - 2012

Der Entschluss musste gefasst werden, das Alte hinter sich zu lassen: Die Aufgabe der Tätigkeit in der Lebensmittelindustrie und endlich genügend Mut zur Wahrheit.

Zweijähriges Kunststudium an der freien Schule für künstlerisches Gestalten in Badenweiler (D). Kunstpädagogik mit Malen, Zeichen und Bildhauen, wobei die Bildhauerei die grosse Passion blieb. Neben den vielen neuen Ausdrucksmöglichkeiten, welche im Studium hinzu kamen, fanden regelmässige Assistenzen bei Gerd Helmers, Bildhauer in Badenweiler, statt. All diese neuen Erfahrungen liessen eine neue Formsprache entstehen. Auch der innere Wunsch zum Schaffen von grösseren Skulpturen drängte sich auf.

Neben der neuen Formsprache änderte sich auch die Arbeitsweise. Vorher war der Anfang einer Skulptur oft noch eine Idee oder eine Form, welche vor dem geistigen Auge erschien. Skizzen oder Modelle führten dann zum Werk. Bei der neuen Methode geht es ans Material, aus dem Bauch heraus wird die Form des Steines oder des Materiales aufgenommen und verstärkt und mit viel Intuition und Gestaltungstrieb weitergeführt und vertieft. Solange bis schlussendlich eine fertige Form oder Skulptur vorhanden ist. Oft sind die neuen Skulpturen auch nur Maquetten (Bildhauerskizzen), wenn sie als Vorlage von Vergrösserungen für Güsse dienen sollen.

Zu dieser Zeit entstehen vermehrt auch Mineral- und Steingüsse. Erste Arbeiten in Bronze geben der künstlerischen Tätigkeit eine ganz neue, edle Dimension. Auch die Vielseitigkeit der verwendeten Materialien lassen die gesuchte Freiheit im künstlerischen Prozess zu.

Nach dem Studium ist das eigene Kunstschaffen der Lebensmittelpunkt. Neben der Kunst braucht es aber noch einen Brot-Job. Teilzeit-Arbeit mit arbeitslosen und ausgesteuerten Menschen ist die eine Aufgabe. Andererseits ist es ein grosses Anliegen, Kinder im Kunstschaffen zu unterrichten. Verschiedene Kinder-Kunst-Kurse finden statt.

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